SV SCHNEEBERG E. V. - TISCHTENNIS

!!Unsere Vereinsgeschichte!!

( Quelle:    Alfred Richter )

Tischtennis wird in Deutschland vor dem 2. Weltkrieg vorwiegend als Freizeitbeschäftigung gespielt. Erst Ende der 40er Jahre beginnt auch für die Sportart Tischtennis das Zeitalter des organisierten Wettkampfsports!

Die Anfänge unserer Abteilung gehen zurück auf das Jahr 1948. Im Herbst des Jahres 1948 finden sich erstmals junge Menschen, vorwiegend Bergarbeiter, zum gemeinsamen Spiel im "Karlsbader Haus“ in Schneeberg / Neustädtel zusammen. Anfangs sind es Fußballer der         BSG Wismut Zentra Schneeberg Süd, die Tischtennis als Ausgleichssport betreiben. (Einige von ihnen hatten während der Gefangenschaft bei den Alliierten Gefallen an diesem Sport gefunden.)

In England und Amerika ist Tischtennis zu jener Zeit sportlich bereits weit entwickelt!

Erste Spielstätte unserer Schneeberger TT – Sportler ist der Vorraum zur Kegelbahn im "Karlsbader Haus“ (Schneeberg / Neustädtel).          Der Spieltisch besteht zu dieser Zeit noch aus zwei einfachen Platten, welche auf einzelne Holzblöcke gelegt sind.

Zu den ersten Tischtennisspielern in Schneeberg gehören:

Rudolf Schrutek, Walter Hähnel, Alfred Richter, Walter Härtel und     Heinz Pechstein

Eine Tagung der Spartenleiter Tischtennis, zu denen auch Heinz Pechstein (erster Spartenleiter) zählt, am 5. März 1949 in Aue, ist Initialzündung für den Spielbetrieb im Kreis. Mit einer Mannschaft nehmen die Schneeberger erstmals aktiv am Punktspielbetrieb teil.                       Der Saal im "Karlsbader Haus“ wird nun offizielle Spielstätte.

Bald stellen sich auch schon die ersten Erfolge ein!!                       Bereits im Wettkampfjahr 1951/1952 erspielt sich die Mannschaft den Kreismeistertitel, welcher daraufhin sogar zweimal verteidigt werden kann. Spitzenspieler dieser Zeit ist Fritz Grunewald.                        Der zu jener Zeit l3-jährige Horst Grünelt, einen Kopf kleiner als seine Gegner, sorgt mit seinem Talent ebenfalls für Aufsehen.

In den Anfangsjahren gestaltet sich die Anreise zu einem Auswärtsspiel oft als Abenteuer!!

Zu einem Punktspiel nach Zwönitz fährt man beispielsweise mit zehn Fahrrädern und einem Motorrad.                                                Ein weiteres Abenteuer der damaligen Zeit ist die Anreise der Schneeberger TT – Sportler auf der Ladefläche eines LKW, um mitten im Winter an einem Turnier in Carlsfeld teilzunehmen.

Im Jahre 1953 erfolgt die Teilnahme der Schneeberger am Punktspielbetrieb dann schon mit zwei Mannschaften.

1955 scheidet die BSG Schneeberg Süd aus der Sportvereinigung Wismut aus. Da die meisten Tischtennissportler Bergarbeiter sind, tritt die Sektion Tischtennis daraufhin geschlossen zur BSG Wismut Schneeberg über.

In all den Jahren verzeichnet die Abteilung Tischtennis ein ständiges Wachstum der Mitgliederzahlen. Sind es 1949 nur fünf bis acht Mitglieder, entwickelt sich die Sektion in den nachfolgenden Jahren stetig weiter.

( 1954 – 13 Mitglieder ; 1959 – 20 Mitglieder ;                             1964 – 21 Mitglieder ; 1969 – 23 Mitglieder ; 1974 – 39 Mitglieder ; 1979 – 46 Mitglieder ; 1980 bis 1990 – ca. 50 Mitglieder ;               Ende der 90er Jahre – ca. 65 Mitglieder )

Als Abteilungsleiter wirken seit Bestehen der Sektion Tischtennis:

            1948    1949 :                     Heinz Pechstein

            1949   1953 :                     Walter Hähnel

            1952    1959 :                     Alfred Richter         

            1959    1983 :                     Siegfried Stange

            1983    1984 :                     Arndt Boucsein

            1984    1986 :                     Alfred Richter

            1986    2003 :                     Rudolf Schrutek

            2003    heute :                     Gerd Kilian

Schneeberg stellt mit Alfred Richter bis zur Auflösung der Sportvereinigung Wismut ebenfalls den Vorsitzenden der Sektion Tischtennis im Kreisvorstand.

Im Jahre 1997 ist die Schneeberger Sektion Tischtennis mit 67 Sportlern die Mitgliederstärkste im Kreis Aue – Schwarzenberg. Besonders stolz ist die Abteilung damals auf ihre 20 Mädchen und Frauen.

Mit der Mitgliederzahl wächst natürlich auch die Zahl der Mannschaften. Sind es bis 1959 nur zwei, spielen in den Jahren 1960 – 1973 bereits vier bis sechs Mannschaften.

Ab 1974 beteiligen sich sechs bis acht, in den 90er Jahren zum Teil sogar bis zu neun Schneeberger Mannschaften am Wettkampfgeschehen.

Heute spielen 31 Vereinsmitglieder, verteilt auf sechs Mannschaften, aktiv Tischtennis. Besonders stolz sind wir auf unseren Nachwuchs, denn immer freitags zu Trainingsbeginn zeigt sich, dass die Begeisterung für den Tischtennissport bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor ungebrochen ist.

Leider können die Talente nicht immer gehalten werden, da viele durch Lehre, Studium oder Wehrdienst ihre eigenen Wege gehen und damit dem Schneeberger Tischtennis – Sport den Rücken kehren.

Verschiedene Spielstätten

Im Laufe der Zeit bietet der Saal im "Karlsbader Haus“ (Neustädtel) durch die ständig ansteigende Mitgliederzahl immer weniger Platz.

Aus diesem Grund entschließt sich die neue Sektion Tischtennis, die Trainings– und Spielstätte zu wechseln. Für über 40 Jahre findet sie schließlich in der Turnhalle der Pestalozzi – Schule eine neue Heimstätte. Zwischen Schule und Verein entwickelt sich in dieser Zeit ein sehr gutes Verhältnis. Die Abteilung Tischtennis betreut jahrzehntelang eine Arbeitsgemeinschaft der Schule und erfreut sich dadurch zugleich auch immer an einer regen Nachwuchsbeteiligung.

Auch der bisher letzte Umzug unserer Abteilung in die Sporthalle des       Johann – Gottfried – Herder – Gymnasiums führt zu einer Verbesserung der Spielbedingungen, da nun sogar bis zu acht bespielbare Turniertische beste Voraussetzungen für Training und Wettkampf liefern.

Sportliche Erfolge

Größte Erfolge verzeichnen die Schneeberger Tischtennisfreunde immer mit dem Nachwuchs!

Mehrfach werden im Einzel, als auch mit der Mannschaft, Kreismeistertitel gewonnen. In den 50er und 60er Jahren gelingt dies Horst Grünelt, Klaus Weiße und Ullrich Becher.

In den Jahren 1974 bis 1976 dringen die Mädchen der Sektion bis in die DDR-Endrunden vor.

Diese sportlichen Erfolge sind vor allem ein Verdienst von Rudolf Dietze, der fast 25 Jahre lang den Nachwuchs trainiert.                               Er erkennt Talente wie Angela Kastner und Kerstin Kolbe, die er bis in die erweiterte DDR-Spitze führt.

Im Herrenbereich ist Rudolf Schrutek der Erfolgreichste. 1951 wird er Kreismeister im Einzel, im Doppel und Vizemeister der SV Wismut.        1958 schafft er den Aufstieg in die Leistungsklasse II, die höchste Leistungsklasse des damaligen Bezirkes Karl-Marx-Stadt.

Ende der 90er Jahre gewinnt der Nachwuchs der Abteilung Tischtennis mehrere Kreismeister- und einen Bezirksmeistertitel.                         Bei den „Minis“ stellt Schneeberg drei Sachsenmeister und im Bundesfinale dieser Veranstaltungen erkämpft sich Daniel Gerber den Vizemeistertitel.